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Dieser Teil der Homepage informiert über ausgewählte bildungspolitische Fragestellungen, Entscheidungen und Vorhaben aus Vergangenheit, Gegenwart und für die Zukunft des Landes Sachsen-Anhalt

 

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HISTORISCHES  -  A K T U E L L E S  -  KONTROVERSES

Im Mittelpunkt sollen Fragen des lebensverbundenen Unterrichts und die Allgemeinbildung stehen. Da es in diesen Zusammenhängen um die Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen auf ein Leben in dieser Gesellschaft geht, wird den Fragen der technischen und wirtschaftlichen Bildung und Interessenentwicklung besondere Aufmerksamkeit gewidmet . Dies schließt ausgewählte Fragen des Schulalltags und des Lehramtsstudiums sowie die der Lehrerbildung ein.

Zu den hier ausgewählten Themen gibt es erfahrungsgemäß unterschiedliche Auffassungen, Meinungen und Standpunkte. Die Kommentare und dabei aufgeworfenen Fragestellungen sollen die Besucherin, den Besucher informieren und vielleicht anregen über diesen oder jenen Sachverhalt nachzudenken und zu diskutieren.

 

Inhaltsübersicht

 

Verantwortung oder Verantwortungslosigkeit?

                                    Februar/März 2018

Wohin geht die Bildung in Sachsen-Anhalt?

Welche Bildungszukunft haben die Schüler/-innen in unserem Land?

                      November 2016

Auswertung des "Offenen Briefes" an die  Abgeordneten des Landtages von Sachsen-Anhalt 

                                    November 2015

                                     

Offener Brief an die demokratisch gewählten Abgeordneten des Landtages von Sachsen-Anhalt

                                    März 2015

Verantwortungslosigkeit oder Alzheimer bei den Abgeordneten der Regierungskoalition  im Landtag von Sachsen-Anhalt?

                                    Juni 2015

Alle Jahre wieder kommt das Dilemma: Schulleiter/-innenmangel

                                    Sept. 2014

Berufs-Rallye durch Schmieden und Schrauben?

                                    Juli 2014

Alternative oder versuchter Bildungsersatz?

                                    Jan. 2014

Das ingenieur- und technikwissenschaftliche Studium betreffend

Die BRDeutschland und ihre bildungspolitische Kleinstaaterei  -?Förderalismus?-

 

Standort Deutschland als Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsstandort?

oder "Was sich Bundesbürger wünschen"

2007: „Keine neuen Lehrer mehr ab 2008“ -

2014: "Mehr Ausfälle, weniger Vertretungen"

 

Bildungsmonitor 2008

Bildungsmonitor 2014

Wenn Studierende mit Qualität studieren wollen - Anspruch und Realität, nicht nur in Halle an der Saale

 

Ferien- und Vorplanungskalender 2018 für Sachsen-Anhalt

Ferien- und Vorplanungskalender 2017 für Sachsen-Anhalt

Zum Kalender 2017

Verantwortung oder Verantwortungslosigkeit?

Über die Verantwortung(slosigkeit) der Abgeordneten des Landtages SA

Aus: Mitteldeutsche Zeitung. vom 02.03.2018. Seite 7 :

Verantwortung im Bildungswesen im LSA

Basis der obigen Ausführungen ist der Artikel in der MZ vom 27.Februar 2018. Thema. "Lehrer dringend gesucht", Seite 22

Der Wissenschaftler ist verantwortlich für die Erklärung seines Wissens,

nicht aber dafür, wie dieses Wissen angewendet wird.

Edward Teller (Physiker)

Zur Studienempfehlung des Kultusministers

Studien-

empfehlung

Aus: Mitteldeutsche Zeitung. 18. Jhrg. Nr. 92 vom 20.04.2007. Seite 2 :

Studienempfehlungen

 

Was man dazu noch wissen sollte:

Auf einer Sondersitzung des Senats (25.05.2004) der Martin - Luther - Universität Halle-Wittenberg wurde der Beschluss gefasst, den Fachbereich Ingenieurwissenschaften zu schließen. An dieser Schließung war u. a. das Kultusministerium, Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos), interessiert.

Die "Überbleibsel" des ehemaligen Fachbereichs  Ingenieurwissenschaften sind  z. Z. noch im "Zentrum für Ingenieurwissenschaften" konzentriert.

Der geschäftsführende Direktor des Zentrums für Ingenieurwissenschaften, Prof. Dr.-Ing.habil. Holm Altenbach, stellte u. a. auf der Homepage http://www.iw.uni-halle.de/ vom 03.05.2007 fest: " ... An die Stelle des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften trat das Zentrum, jedoch ist beides nicht äquivalent. Der politische Wille der Landesregierung, daher auch der Wille zahlreicher Entscheidungsträger an der Universität sehen vor, dass die Ingenieurkompetenz an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg weitgehend verschwindet. Dies ist bedauerlich und gegen den Trend der Zeit - aber die Realität sieht so aus.

"Die Praxis sollte ein Ergebnis des Nachdenkens sein,

nicht umgekehrt."

Hermann Hesse (1877-1962)

 

Die BRDeutschland und ihre bildungspolitische Kleinstaaterei  -?Förderalismus?-

Bildungs-

standort

Deutschland

 

Überraschend und doch wahrhaftig ist der Artikel von Herrn Hans-Dietrich Genscher zum Thema: "Gesamtstaatliche Bildungsoffensive wäre notwendig". Gedruckt in der Mitteldeutsche Zeitung Halle/Saalekreis, 18. Jahrgang Nr. 151, vom 02.07.2007. S  4.

Er setzt sich u. a. mit Fragen

der "...Föderalismusreform   " -Bildungskleinstaatenpolitik-,

des " ::: Mangel(s) an qualifizierten technischen Fachkräften ...",

der "... Verwendung der Steuereinnahmen ..." und

zur "... Zukunftsförderung statt Vergangenheitserhaltenspolitik ... "

auseinander.

 

Hier geht es zum MZ- Beitrag        MZ, 02.07.2007 Bildung

Ungewöhnlich dabei ist, dass in der vergangenen Wahlperiode die FDP-Landtagsabgeordneten des damaligen Ausschusses für Bildung und Wissenschaft äußerst zurückhaltend auf den Wegfall des Faches Werkunterricht an Grund- und Förderschulen reagierten! Analoge Reaktionen - also fast keine - gab und gibt es auch zur Einstellung des Lehramtsstudienganges Wirtschaft / Technik an Sekundarschulen und Gymnasien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

 

Bildungslogistik und Realität- ein versuchter Vergleich

Während die Mitgliederzahl der EU kontinuierlich wächst und um eine gemeinsame Grundlage streitet,

während bei der Gebietsreform im Land Sachsen-Anhalt kleinere Gemeinden zu größeren Gemeinden "zusammengeführt" wurden, um ....,

setzt die Bildungspolitik Deutschlands auf Zergliederung und Bildungskleinstaaterei (Bildungsförderalismus).

 

"Das große unzerstörbare Wunder ist der Menschenglaube an Wunder."

Jean Paul (1763-1825)

Wohin geht die Bildung in Sachsen-Anhalt?  Welche Bildungszukunft haben die Schüler/-innen in unserem Land?

Bildung im LSA

 

Mit der Überschrift "Mehr Geld für Sprachlehrer" /1/ wird das eigentliche Problem in der schulischen Bildung im Land Sachsen-Anhalt verdeckt. Dass für die Sprachlehrer/-innen Finanzen zur Verfügung gestellt werden sollen, jedoch noch nicht sind, kann man aus unterschiedlicher Sicht  sehen. Im Mittelteil dieses Beitrages versteckt, wird jedoch auf eine Zukunft, Lehrermangel, orientiert, die nichts Gutes erwarten lässt. Mit der Formulierung  "Durststrecke " wird dieses Problem weiterhin banalisiert. Die Prognose von Tullner , dass auch keine diesbezügliche Lösung in dieser  Legislaturperiode zu erwarten ist , sollte eigentlich alle Eltern nachdenklich machen und auch aufrütteln. Das Problem des Lehrermangels ist seit Jahren bekannt, wurde jedoch in den vergangenen Legislaturperioden der CDU/SPD-Koalition nie ernsthaft  in Angriff genommen. In der Koalitionsvereinbarung 2016-2021 formuliert man  bezüglich der Bildungsanforderungen u. a.,  dass " Eine umfassende Bildung ... ein bleibender Schwerpunkt der Landespolitik " und " Bildungsqualität...  Maßstäbe unserer (der Landesregierung E.d.A.) Bildungspolitik." seien. Der gegenwärtige und offensichtlich weiter zu erwartende Bildungsabbau widerspricht der Koalitionsvereinbarung grundsätzlich.  Mangelhafte Schulgebäude und Schulausstattungen sowie Seiteneinsteiger als Lehrer/-innen, das Zusammenlegen von Unterrichtsfächern usw. usf. sind weitere Aspekte, welche die Bildungsqualität minimieren. Leittragende sind die Schüler/innen. Stellen sich abschließend z. B. zwei Fragen: Wer übernimmt die Verantwortung für diese kontinuierliche, desolate Bildungsentwicklung gegenüber den Kindern unseres Bundeslandes und welche Rollen spielen die gewählten Volksvertreter?  /1/ Mehr Geld für Sprachlehrer. Aus: Mitteldeutsche Zeitung vom 09.11.2016, Seite 1.

Zukunft Bildung in Sachsen-Anhalt

 

 

Standort Deutschland als Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsstandort?

Was sich Bundesbürger wünschen

Was sich Bundesbürger u.a. für ihre Kinder zum Bildungs- und Betreuungssystem (Kindergarten, Schule, Hochschule) wünschen, analysiert eine Umfrage der Bertelsmann-Stiftung aus dem Jahre 2008. Diese Wünsche decken sich u. a. auch mit dem Anliegen von Herrn Gentscher, was die bildungspolitische Kleinstaaterei des Bundes betrifft.

In den Umfrageergebnissen wird u. a. festgestellt:

"Eine klare Mehrheit für bundeseinheitliche Bildungsstandards

Bundesweit sind 91 % der Befragten der Ansicht, dass es Aufgabe des Bundes ist, für vergleichbare Standards zu sorgen. Eine besonders hohe Zustimmung findet diese Aussage in allen ostdeutschen Bundesländern und Bremen (94 % bis 97 % Zustimmung). Eine relative geringere Zustimmung findet sich in Bayern, Berlin und Baden-Württemberg. Hierbei sollte beachtet werden, dass selbst im stark auf die Länderebene fokussierten Bayern die Zustimmung zu Bundesstandards bei 88 % liegt." / Wintermann, O.; Petersen, T.: Bürger und Föderalismus. Eine Umfrage zur Rolle der Bundesländer. Bertelsmann Stiftung, Gütersloh. 2008. Seite 22. /

 

Weitere interessante Umfrageinformationen (Demokratie) können Sie auch unter nachfolgendem Link erhalten. Dieser Beitrag wurde freundlicherweise von den Betreibern der Homepage www.kpv-nrw.de zur Verfügung gestellt.

 

 

 

Keine neuen Lehrer mehr ab 2008“

Zukunfts-

aussichten ?

 

In Vorbereitung auf die Weihnachtszeit sind schon Weihnachtsstollen auf dem Markt. Die Landesregierung ist noch schneller. Sie verteilt schon ihre "Geschenke" in Form des Beschlusses, "... dass alle geplanten Neueinstellungen an allgemein bildenden Schulen von 2008 bis 2011 gestoppt werden" ... /Mitteldeutsche Zeitung Halle/Saalekreis, 18. Jahrgang. Nr. 207 vom 05.09.2007. S. 1, 2./.

Zukunftsaussichten, MZ vom 05.09.2007. S. 1, 2

Ist der Beschlusszeitpunkt ein Zufall oder spielt hier eine andere Absicht eine Rolle, denn es betrifft die im Studium stehenden Lehramtsstudierenden?

Welche Folgen hat dieser Beschluss für die Lehramtsstudierenden, die im Zeitraum von 2008 bis 2011 ihr Staatsexamen abschließen und motiviert in das Berufsleben des Landes Sachsen - Anhalt einsteigen wollten?

2014 :

Aus: /Mitteldeutsche Zeitung Halle/Saalekreis, vom 27.06.2014. S. 4./

Erziehung ist organisierte Verteidigung der Erwachsenen

gegen die Jugend. 

Mark Twain  (1835 - 1910)

 

Alternative oder versuchter Bildungsersatz?

Suche nach

lebensverbundener

Bildung

Aus: SONNTAGS NACHRICHTEN. Hallescher Kurier: Kinder wachsen mit Kreativität. Vom 12.01.2014, S. 1 :

 

 

 

In Abwandlung von Gregory Stock´s Ausspruch (US-Biophysiker) sollten Abgeordnete und Politiker des Landes Sachsen-Anhalt erkennen und realisieren:

Kinder sind zu wichtig, um sie einer zufälligen Bildungsstrategie zu

überlassen.

Original: "Kinder sind zu wichtig, um sie einem zufälligen Zusammentreffen von Eizelle und Sperma zu überlassen."  -  Gregory Stock (US-Biophysiker)

 

 

Tag der offenen Tür im Zentrum der Handwerkskammer Halle -

Werbung für technische Bildung?

 

Was die Schule nicht kann, soll die Werbung richten?

Aus: SONNTAGS NACHRICHTEN. Stadtanzeiger für Halle und Umgebung: Schmieden und schrauben. Vom 22.06.2014:

Das Bemühen des Bildungs-und Technologiezentrums der Handwerkskamm Halle sollte man positiv einschätzen.

Das Defizit von technischer Allgemeinbildung im Land Sachsen-Anhalt, beginnend in der Grundschule, kann dadurch nicht ungeschehen gemacht werden. Bei einer Beteiligung von ca. 850 Kindern und Jugendlichen kann man schon von Interessen sprechen, die den Abgeordneten aber nicht bewusst werden.

Diese, leider etwas vereinfachte Darstellung, dass man z. B. durch „Wettnageln“ technische Interessen entwickelt, ist nicht gerade eine gute Werbung für technische Allgemeinbildung. Diese aufgeführten manuellen Tätigkeiten, die auch zur technischen Allgemeinbildung gehören, stellt das altbekannte „Blaukittelfach“ wieder in das Zentrum. Das jedoch Denken vor der manuellen Tätigkeit kommt (Erst Denken, dann Tun), wird in diesem Beitrag nicht deutlich. Schade!

 

Nicht der Hammer schmiedet das Eisen, sondern der Schmied.

(Russisches Sprichwort)

 

Zum vollständigen Artikel

 

 

Bildungsmonitor  2008

Bildungs-

statistik

 

Beim näheren Betrachten des Leistungsschecks der Bundesländer /1, 2/ treten im Handlungsfeld "MINT - Wissenschaften" (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) einige Fragen, zur Rolle und Bewertung von Technikwissenschaften auf.

Bezüglich Sachsen-Anhalts wird im Handlungsfeld MINT formuliert:“ Die MINT-Wissenschaften haben an sachsen-anhaltinischen Hochschulen ein hohes Gewicht.“ /3/ Dieser Formulierung ist zu entnehmen, dass es sich hierbei um die Einschätzung/Wertung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik handelt. Im nachfolgenden Satz : „Der Verhältnis der Absolventen in Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften zu den im Land beschäftigten Forschern lag mit 21,1 Prozent fast sieben Prozentpunkte höher als der Bundesdurchschnitt.“ /4/ Die Technikwissenschaften werden hier offensichtlich elegant umgangen bzw. ausgeschlossen, somit nicht in die Bewertung einbezogen. Diese Art und Weise wird u. a. auch in der Einschätzung des Saarlandes gewählt.

Der nachfolgende Satz bringt noch mehr Unklarheit, wenn formuliert wird: “Auch in den beruflichen Fortbildungsprüfungen zeigt sich die Stärke der technischen Ausbildungsgänge.“/5/ Mit dieser Formulierung kann nur zweierlei interpretiert werden:

1. Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften sind lt. ISNM technische Wissenschaften und

2. die Stärke von Technikwissenschaften zeigt sich in Fortbildungsprüfungen.

Unklar ist dabei, welche Kriterien, Wertungen, Einteilungen oder Zuordnungen technische Fortbildungsprüfungen beinhalten? Aus meiner Erfahrung werden z. B. an den sachsen-anhaltinischen Universitäten keine Fortbildungszeugnisse erstellt. Das gilt meines Wissens nur für langfristige Weiterbildungen und Zertifikatskurse, die dann mit einem Zeugnis und/oder einer Qualifikation abschließen!

Im Bildungsmonitor nimmt man auch auf die Schulbildung Bezug. Beim Recherchieren fällt jedoch nicht auf, dass seit einigen Jahren alle Lehramtsstudiengange für eine technisch-wirtschaftliche Bildung in allen Schulformen vom Kultusministerium des Landes Sachen-Anhalt eingestellt wurden.

Analog dazu ein Zitat aus der 24.Landtagssitzung vom 13.07.2007: “ Wenn Kinder ab der Klasse 5 im Gymnasium keinen unmittelbaren Technikbezug haben, weil das Fach Technik dort im Fächerkanon gar nicht vorkommt, dann muss man sich nicht darüber wundern, wenn jugendliche Gymnasiasten in der Oberstufe - dort können sie das Fach Technik wieder wählen - dies nur zu 1 % tun und wenn sie sich nach dem Abitur zu wenig für technische Studienfächer entscheiden, wie das zurzeit allgemein beklagt wird. „

Antworten zu diesen u. a. aufgeworfenen Fragestellungen wurden in unbefriedigender Qualität vom INSM gegeben. Vielleicht sagt dies auch etwas über die Qualität solcher "Forschungen" aus.

Interessant und nachschlagenswert sind auch die Einschätzungen hinsichtlich der Altersstruktur der Lehrkräfte. /6/

/1/ Initiative > Neue Soziale Marktwirtschaft Bildungsmonitor 2008: Der Leistungscheck der Bundesländer. Sachsen-Anhalt http://www.wir-setzen-akzente.de/cms/fileadmin/Dokumente/Aktuelles/Meldungen/2008/Bildungsmonitor_2008_Sachsen_Anhalt_26_08_2008.pdf

/2/ Riesen, I., Stettes, O.,Plünnecke, A.: Initiative > Neue Soziale Marktwirtschaft Bildungsmonitor 2008 Forschungsbericht. Institut der deutschen Wirtschaft Köln, im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) auf http://www.insm-bildungsmonitor.de/

/3/ Initiative > Neue Soziale Marktwirtschaft Bildungsmonitor 2008: Der Leistungscheck der Bundesländer. Sachsen-Anhalt. Seite 2

/4/ Ebenda

/5/ Ebenda

/6/ Riesen, I., Stettes, O.,Plünnecke, A.: Initiative > Neue Soziale Marktwirtschaft Bildungsmonitor 2008 Forschungsbericht. Institut der deutschen Wirtschaft Köln, im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). S. 32f.

 

Ich stehe Statistiken etwas skeptisch gegenüber.

Denn laut Statistik haben ein Millionär und ein armer Kerl jeder eine halbe Million.

(Franklin Delano Roosevelt)

 

Offener Brief an die demokratisch gewählten Abgeordneten des Landtages von Sachsen-Anhalt   

Offener

Brief

 

 

Deutschland ist reich, so sagen manche Politiker/-innen!

Deutschland sucht Fachkräfte und aus dem Ausland, die das Land weiter bringen sollen/können!

Ergo:

Deutschland praktiziert offensichtlich ein Bildungssystem,

welches nicht in der Lage ist, eigene Fachkräfte zu entwickeln und auszubilden!

Stellen Sie sich vor:

An den Grundschulen würde man vier Jahre das Zahlenjonglieren in Mathematik lernen. Sicherlich würde diese inhaltliche Zielsetzung bei bildungsbewußten Menschen Widerspruch auslösen.

Realität:

In Sachsen-Anhalt jongliert man seit Jahren im Unterrichtsfach "Gestalten" mit allgemeintechnischer Bildung. Als Vorbild dienen dabei die Erfahrungen aus den alten Bundesländern um 1969.

Fakt ist:

  • an den Grund- und Förderschulen des Landes Sachsen-Anhalt können Schüler/-innen mit technischen Interessen, Begabungen und Neigungen sowie mit Neugier auf Technik nicht mehr gefördert oder entwickelt werden,
  • dieser Sachverhalt gilt auch für Lehramtsausbildung (Grund- und Förderstufenlehrer/-innen) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Der "Offene Brief" setzt sich mit diesen Sachverhalten auseinander, informiert und befragt dazu die demokratisch gewählten Abgeordneten des Landes Sachsen-Anhalt persönlich (individuelle Mail). Dieser "Offene Brief", für meine Homepage allgemein formuliert, kann von Ihnen hier eingesehen werden.

Zum vollständigen Artikel

Vielleicht helfen Sie mit, dass wenigstens dieser eine Bildungsnotstand in Sachsen-Anhalt sein Ende finden kann. In einer von Technik und Wirtschaft geprägten Lebenswelt sollten alle Kinder das Recht haben und Möglichkeiten erhalten, um auch technische und wirtschaftliche Interessen entdecken, entwickeln und praktisch erproben zu können.

 

Mit dem 03.05.2015 wurde die Frist zur persönlichen Beantwortung der Fragestellungen beendet. Ich glaube, dass ca. acht Wochen ausreichend sein sollten, um zu antworten.

 

Eine Auswertung der Ergebnisse sowie die Positionen von Abgeordneten werden hier in Kürze dargelegt.

 

Es gibt keine andere vernünftige Erziehung, als Vorbild sein,

wenn es nicht anders geht, ein abschreckendes.

Albert Einstein (dt.-amerik. Physiker (1879-1955))

 

 

Auswertung des "Offenen Briefes" an die  Abgeordneten des Landtages von Sachsen-Anhalt

Antworten

zum

"Offenen

Brief"

 

 

Deutschland ist reich, so sagen manche Politiker/-innen!

Deutschland sucht Fachkräfte und aus dem Ausland, die das Land weiterbringen sollen/können!

Ergo:

Deutschland praktiziert offensichtlich ein Bildungssystem,

welches nicht in der Lage ist, eigene Fachkräfte zu entwickeln und auszubilden!

 

Fakt ist:

  • an den Grund- und Förderschulen des Landes Sachsen-Anhalt können Schüler/-innen mit technischen Interessen, Begabungen und Neigungen sowie mit Neugier auf Technik nicht mehr gefördert oder entwickelt werden,
  • dieser Sachverhalt gilt auch für Lehramtsausbildung (Grund- und Förderstufenlehrer/-innen) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Was antworteten die Abgeordneten?

Ein kleines Fazit vorab:

  • Die CDU hält sich raus! Man gewinnt den Eindruck, dass das Bildungsangebot an  Grund- und Förderschulen des Landes  Sachsen-Anhalt nicht interessiert.

  • Die SPD setzt sich ganz allgemein mit den Fragestellungen auseinander. Dabei werden eine Vielzahl von Begriffen verwendet, die nicht zusammenpassen, weder fachlich noch didaktisch.

  • DIE LINKE  anwortet auf alle Fragen und stellt ihre Standpunkte dar. Die vertretenen Positionen sind weitgehend real. Man gewinnt die Überzeugung, dass hier ein berechtigtes Interesse für eine technische Allgemeinbildung an Grund- und Förderschulen vorhanden ist.
  • Bündnis 90 /Die Grünen überraschen besonders.

Ein Zusammenfassung der ausgewerteten Ergebnisse, die Antworten der Parteien sowie aufbereitete Analysen der Antworten finden

Sie hier    Zum vollständigen Artikel

 

Es gibt keine andere vernünftige Erziehung, als Vorbild sein,

wenn es nicht anders geht, ein abschreckendes.

Albert Einstein (dt.-amerik. Physiker (1879-1955))

 

Wenn Studierende mit Qualität studieren wollen - Anspruch und Realität,

nicht nur in Halle an der Saale

 

 

Uniformität

statt

Qualität

 

Im Rahmen der europäischen Zusammenführung ist die Bildung - das Studium, der Studienabschluss und deren gegenseitige Anerkennung - nicht ausgeschlossen. Mit dem Bologna-Prozess wurden und werden nun Bachelor1/Master2strukturen für das (Lehramts-) Studium und die Studienabschlüsse eingeführt. Hinsichtlich dieses Prozesses wird z. B. festgestellt: "Aktuell gibt es in den deutschen Bundesländern eine Vielfalt an Neukonzeptionen und Modellversuchen. Welche Auswirkungen diese Neuerungen auf die Professionalisierung der Studierenden haben, ist jedoch weitgehend unerforscht." /Bauer, J.: PaLea: Panel zum Lehramtsstudium. In: IPN Blätter. März 2009. 1/09-26. Jahrgang, S. 6./

In der Mitteldeutschen Zeitung vom 17.06.2009 wird der Kultusminister zu den UNI - Prodesten befragt . Neben weiteren Fragestellungen antwortet er auf die Frage "Herr Minister, was halten Sie vom Bildungsstreik?" , folgendes:

"Olbertz: Ich finde es richtig, dass junge Menschen von Zeit zu Zeit in Sachen Bildung ihre Stimme erheben - solange es konstruktive Kritik ist. Es liegt ja durchaus einiges im Argen an den Hochschulen, zum Beispiel was die Bachelor- und Masterstudiengänge anbelangt. " / Bank, M.: UNI - Proteste ... Mitteldeutsche Zeitung vom 17.06.2009/

Mit anderen Worten: es wird erst einmal ein Studium organisiert, ohne darüber nachzudenken, wie Vorhandenes mit Zukünftigem verknüpft bzw. Sinnhaftigkeit von Sinnlosigkeit getrennt, analysiert werden kann. So etwas kann man nur als fragwürdige Bildungsstrategie des Bundes und auch der Länder einschätzen, die sich offensichtlich von formalen Übernahmen leiten lässt. Hinzu kommt, dass allein eine einheitliche Abschlussbezeichnung nicht die Garantie für eine Anerkennung des jeweiligen Studienabschlusses in den europäischen Ländern ist.

Beste nationale Beispiele für diese Praxis sind z. B. Lehramtsabschlüsse in den Ländern. Nicht jedes Bundesland erkennt alle Lehramtsabschlüsse eines anderen Bundeslandes an.

Insofern sind diese Streiks, die zwar etwas spät auf dieses Problem aufmerksam machen, durchaus gerechtfertigt. Hinzu kommt die Ankündigung, dass Mittelstreichungen in Aussicht stehen. Bemerkenswert ist dabei, dass in den vergangenen Jahren an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Professuren für Didaktiken in der Lehramtsausbildung wegfielen. trotz des Wirtschaftshochs. Weitere Kürzungen erhöhen mit Sicherheit nicht die Qualität in Lehre und Forschung.

 

Aus: SONNTAGS NACHRICHTEN HALLESCHER KURIER. vom 21.06.2009,16. Jhrg. 25. Woche:

SONNTAGS NACHRICHTEN HALLESCHER KURIER. vom 21.06.2009,16. Jhrg. 25. Woche

1 "Bachelor" im obigen Sinne ist im obigen Sinne eine englische Bezeichnung für Bakkalaureus, eigentlich ein Ritter, der einem anderen untergeordnet ist. In England, Frankreich und den USA ist es der unterste akademische Grad. Eine direkte Übersetzung aus dem Englischen bedeutet "Junggeselle".

2 Die Bezeichnung "Master" entspricht in USA und England einem Magister. Magister wird dabei als Lehrer, Meister interpretiert. In Österreich und der BRD entspricht dieser Abschluss einem untersten akademischen Grad. In angelsächsischen Ländern ist es der akademische Grad nach dem Bakkalaureus.

Das ist die Verlogenheit in der Politik. Wenn man im Nationalen nicht fertig wird mit Problemen, schiebt man das auf Europa.  

Helmut Kohl (Alt-Bundeskanzler)

 

Alle Jahre wieder kommt / ist das Dilemma: Schulleiter/-innenmangel

 

 

Vorbereitung auf den Schulbeginn:

Von Kindern erwartet,

von Verantwortlichen ignoriert.

 

Dilemma Lehrerplanung

Die Bildungsqualität wird auch vom Leitungsstil an der jeweiligen Schule beeinflusst. Fehlt eine solche Leitung oder wird diese improvisiert oder zeitweise bzw. zeitbegrenzt besetzt usw., dann fehlt auch Stil.

Es stellen sich u. a. die Fragen:

  • Wie stehen die Abgeordneten des Landtages und die Parteien zu diesem stets wiederkehrenden Dilemma des Schulleiter/-innenmangels in Sachsen-Anhalt?
  • Warum sind die Abgeordneten der Regierungsparteien (CDU, SPD) so phlegmatisch bei dieser wederkehrenden Thematik, zumal ja viele selbst Eltern sind?
  • Gehen die Bildungspolitiker von Sachsen-Anhalt schon davon aus, dass ausländisches Bildungspotential günstiger, wirtschaflicher ist als die Finanzierung von Bildung im eigenen Land?

 

Früher hielten sich manche Könige einen Narren.

Heute halten sich manche Demokratien einen König.

(Werner Mitsch)

Hier zu weiteren Informationen Zum MZ-Beitrag

Verantwortungslosigkeit oder Alzheimer bei den Abgeordneten der Regierungskoalition im Landtag von Sachsen-Anhalt?

 

 

Vorbereitung auf die

Schule und 

erfolgreicher Abschluss

von Kindern erwartet,

von

Eltern und Abgeordneten

ignoriert.

 

Immer wieder steht die Frage nach Sicherstellung des Bildungsauftrages in unserem Land. Seit Jahren wird u. a. der permanente Lehrermangel und Unterrichtsausfall kritisiert. Aber offensichtlich interessiert dies keine Abgeordnete, keinen Abgeordneten des Landtages, obwohl sie teilweise auch Mütter und Väter sind. Dies lässt z. B. die Schlussfolgerung zu, dass staatliche Schulbildung für die Regierungskoalition keine Bedeutung hat. Oder auch anders ausgedrückt: Die Entwicklung allseitig ausgebildeter Kinder und Jugendlicher liegt nicht im Interesse der CDU und SPD.  Dies ist eine gegen Kinder und Jugendliche gerichtete, bildungspolitische Einstellung, die nicht akzeptiert werden darf. Da Kinder kein Geld und keine Lobby haben, werden sie ignoriert. Der folgende Beitrag "Ab 2017 fehlen viele Lehrer" /1/offenbahrt u. a.:

  • "... Schon jetzt kann jede zehnte Stunde Fachunterricht nicht gegeben werden. ..."
  • es " ... fehlen vor allem Lehrer für Englisch, Wirtschaft und Technik. ..."
  • es soll " ...mit einer Art schnellen Eingreiftruppe für Schulen: Eine "regionale Vertretungsreserve" aus 100 neuen Lehrern ... einspringen, wenn irgendwo ein Kollege ausfällt - unabhängig davon, ob sie für die Schulform ausgebildet sind."
  • " ... sechs bis sieben Prozent der Schulstunden (sind E. d. A.) Vertretungsunterricht."
  • Der "Totalausfall" über alle Schulformen liegt bei 2,1 %! /1/

Den gesamten Beitrag können Sie hier lesen        Zum MZ-Beitrag

Über die Rolle der technischen Bildung informiert auch ein Leserbeitrag von Volker Torgau. Auch diesen Beitrag finden Sie unter diesen Link.

Frage: Warum interessiert diese desolate Situation nicht die Eltern schulpflichtiger Kinder?

 

Kinder, die man nicht liebt, werden Erwachsene, die nicht lieben.  

Pearl Sydenstricker Buck (amerik. Schriftstellerin (1892-1973)

/1/ Aus: Mitteldeutsche Zeitung vom 04.Juni 2015, Seite 3.

 

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Aktualisiert am 28.02.2018